Tag : craft

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Das Stadt Land Food Festival

Ein weiteres Event werden wir uns in den kommenden Tagen anschauen und wollen euch das natürlich auch nicht vorenthalten. Und zwar das Stadt Land Food Festival. Nun wird sich der eine oder andere vielleicht fragen: warum? Tja, ganz einfach. Es werden auch Craft Brauer anwesend sein, und das gar nicht wenige wie hier zu sehen ist. Aber der Hauptgrund ist für Hannes und mich das 1321 Gruit Zwickel von SPENT. Denn das ist ein limitierter Sondersud wie es Spent selber nennt. Wer weiß, wann wir sonst die Gelegenheit bekommen das zu probieren. Und natürlich freuen wir uns den ein oder anderen von euch dort zu treffen.

Das Festival bietet aber natürlich noch viel mehr als nur Craft Beer. Sehr viel mehr. Denn Bier ist hier Nebensache. Eigentlich geht es um Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk. Auf dem Markt kann man jede menge fair und ordentlich erzeugte Lebensmittel erstehen und vieles mehr. Für noch mehr Informationen habe ich euch ja oben schon die Hauptseite verlinkt. 🙂 Es wird sicher spannend. 🙂

Das Festival beginnt am 2.Oktober um 17:00 und hat seine Türen bis zum 5.Oktober für euch geöffnet. Die Markthalle Neun findet ihr in der Eisenbahnstraße 42/43 in 10997 Berlin. In der Nähe ist der U-Bahnhof Schlesisches Tor für die die mit den Öffies anreisen möchten.

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Regen, Sonne, Musik und viel Bier: Das war das GACBB Global Craft Beer Festival 2014

Das Global Craft Beer Festival der Global Association of Craft Brewers (GACBB) ist vorüber. Was für ein Wochenende. So viele Eindrücke, so viele nette Leute, so viel unglaublich gutes Bier. Das alles zusammenzufassen wird nicht leicht, aber ich versuchs einfach mal ;). Anfangs ging es etwas chaotisch los denn der Zeitplan, wann das Festival für die Besucher eröffnet wurde ein paar mal verändert. Anfangs war nur der Samstag ab 14 Uhr geplant. Dann auch der Freitag ab 21 Uhr, am Ende ging es dann doch schon um 18 Uhr los. Also direkt aus dem Büro zum Festivalgelände in Marzahn. Bei strömendem Regen. Kein guter Start, aber es hätte schlimmer kommen können.

Am Freitag war lediglich die zentrale Bar sowie der Biergarten der Marzahner offen, die Stände der Brauereien waren noch nicht besetzt, sondern dienten uns erstmal als Unterstand. Dabei kam man auch mit anderen Besuchern ins Gespräch über das Bier, gab und erhielt Empfehlungen und schnell wurden dann auch die gekauften Biere reihum gegeben und so konnte jeder auch vom anderen probieren. An der Stelle auch Grüße an Carsten und Christoph aus Stuttgart :).

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Um kurz nach 20 Uhr war es dann auch endlich soweit und die Gewinner des Awards wurden bekanntgegeben. Nebenbei konnte man sich auch bereits die Biere die am Award teilnahmen an der Bar besorgen. Die Preisverleihung war dabei wenig spektakulär, aber ne riesen Show erwartet auf so einem Festival auch niemand. Es ging aber alles etwas schnell, mitschreiben war daher kaum möglich. Sehr gefreut hat uns aber, dass der Preis für das beste IPA direkt in Deutschland, genauer gesagt im Odenwald blieb. Gold ging hier an das Amarsi IPA vom Braukunstkeller – mehr als verdient wie ich finde. Solltet ihr auf jeden Fall mal probieren! Warum uns das so freut? Weil IPA quasi das Aushängeschild der Craft Bier Bewegung ist.
Eine komplette Liste der Gewinner wird sicher auch bald vom GACBB veröffentlicht. Sobald das der Fall ist, erfahrt ihr davon natürlich bei uns.

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Alle Gewinner in der Übersicht findet ihr hier.

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So sehen Sieger aus… Benjamin vom Braukunstkeller

Unter den Teilnehmenden Bieren gab es übrigens auch einige Experimental-Biere, die man ebenfalls an der Bar bekam. Mein Highlight war hier das ‚Fito‚ von Kissler Sörfőzde. Was daran so besonders war? Es schmeckt nach Pizza. Klingt komisch, ist aber so. Schon beim einschenken riecht es wie Pizza, beim Trinken kommen auch von Tomaten über Schinken ausschließlich Aromen zutage, die einen an Pizza erinnern. Sehr merkwürdiges Bier, aber auch nicht so eklig, wie es klingt. Aber mehr als ein kleines Glas davon vertrage ich auch nicht ;).

Hier jetzt alle Biere vom Freitag aufzulisten würde glaub ich den Rahmen sprengen. Insgesamt kamen wir auf über 30 verschiedene Biere, am Ende klappte das mit dem Einchecken dann auch nicht mehr so gut. Aber alle Fotos der Biere findet ihr in unserem Flickr Album und natürlich auf untappd.

Kommen wir zum Samstag, dem eigentlichen Festival Tag. Nach strömendem Regen am Freitag begrüßte uns der Samstag mit prallem Sonnenschein bei über 30°C. Nicht unbedingt optimales Wetter um in der Sonne zu sitzen und Bier zu trinken – ausreichend Wasser sollte man daher bei dem Wetter immer dabei haben. Wir kamen aufgrund des Wetters auch erst etwas später, um nicht vor dem ersten Bier bereits gebraten zu sein. Besonders Raimund ändert bei zu viel Sonne gerne mal die Hautfarbe von weiß auf leuchtend rot.

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Der erste Gang führte uns erstmal zum Stand der Berlin Beer Academy, denn ich hatte gehört dass es dort eine sehr gute Berliner Weisse von Brewbaker geben soll. Mit dem geringen Alkoholgehalt von nur 2,5% genau das richtige für die Temperaturen. Außerdem wollten wir bei der Gelegenheit auch herausfinden, was das denn so für Leute bei der Beer Academy sind. Zuerst trafen wir dort auf Felix aka. Bierblogger von lieblingsbier.de der die Zapfhähne bediente.  Netter Kerl, mit dem wir sicher auch noch öfter mal ein Bier trinken werden. Sylvia Kopp war ebenfalls vor Ort und veranstaltete kurze „Speed-Tastings“ während des Festivals – das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Aufgrund der vielen Internationalen Gäste gabs die Tastings auf englisch, was es etwas schwierig machte trotz guter Englischkenntnisse. Dennoch kam einiges Wissenswertes rüber. Ich freu mich schon auf das erste ausgiebige Tasting in der Academy. Nebenher hatte Sie durch die Tastings aber leider wenig Zeit, so dass wir uns immer verpassten – aber das holen wir nach.

Doch weiter zu den nächsten Ständen. Einige Brauereien kannte ich überhaupt noch nicht, beispielsweise die Dancing Camel Brewery aus Israel. Der Braumeister und Gründer David Cohen stammt aus den USA und wanderte nach Israel aus, um dort zu brauen. Auf die Idee muss man erstmal kommen. Die Biere waren den Aufwand aber wert, denn sie sind wirklich sehr gut gelungen. Am meisten beeindruckt hat mich das Leche del Diablo – ein Chili Bier, das erst sehr leicht beginnt und im Abgang dann voll zuschlägt. Erst ein kurzes Kribbeln wie bei zu viel Kohlensäure, danach eine kurze und leichte Schärfe. Alle die es probierten und mit denen ich darüber sprach waren begeistert. Hoffentlich finden die Biere auch den Weg zu uns nach Berlin.

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Die Brauerei vandeStreek aus den Niederlanden kannte ich ebenfalls nicht. Die Brauerei wurde von den Brüdern Sander und Ronald van de Streek gegründet, nachdem sie bereits einige Zeit in kleinem Maßstab selbst brauten. Empfehlen kann ich hier das Faktor 4 – ein leichtes IPA mit nur 3,8%, aber einer sehr schönen Bitternote. Wir hatten uns auch mit Sander am Freitag bei dem einen oder anderen Bier unterhalten und die Jungs haben richtig abgefahrene Ideen für die nächsten Biere. Welche das sind, möchte ich hier aber nicht wiedergeben – nicht dass die Beiden das eigentlich noch geheim halten wollten.

Besonders gespannt war ich auch auf die Harpoon Brewery. Warum? Weil sie bereits von Anfang dabei sind, seit 1986 um genau zu sein. Das schmeckt man auch, denn die Biere sind sehr ausgewogen und einfach nur lecker. Im Gepäck hatten die Amerikaner leider nur zwei Biere: Das Harpoon IPA und das Harpoon Summer Beer – ein Kölsch. Ja, richtig gelesen, die Amis kommen extra mit Kölsch in Dosen nach Berlin. Aber kein Kölsch wie man es sonst so kennt – also als verdünntes Wasser – sondern etwas aromatischer, mit einer leichten Säure. Großer Fan davon werde ich zwar trotzdem nicht, aber mir muss ja auch nicht alles schmecken. Das IPA war aber einfach klasse mit seiner Pfirsichnote und dem schön bitteren Abgang.

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Zudem waren auch Brausturm und Derer Import mit eigenen Ständen vertreten – beides sind große Vertriebsfirmen spezialisiert auf Bier. Dort gab es dann allerlei Biere von Brauereien, die nicht persönlich vor Ort sein konnten. Beispielsweise Mikkeler oder Stone Brewing.
Aber auch hier: Schaut am besten mal auf die Brauereiliste, wer alles dort war. Denn alle Stände aufzulisten würde den Rahmen sprengen. Außerdem ist das mit der Erinnerung so eine Sache, wenn man derart viele teils hochprozentige Biere probiert hat 😉

Wer wissen will was wir so getrunken und notiert haben schaut am besten auf unseren untappd Profilen vorbei: Hannes, Raimund
Es gibt aber keine Garantie auf Vollständigkeit, es war einfach zu viel.

Alles in allem ein großartiges Festival, bei dem man auch mal mit den Brauern in Gespräch kommen und noch das eine oder andere lernen konnte. Und man bekam auch Infos direkt aus den Tastingräumen des Awards. Es wurde z.B. ein Bier eingereicht, dass mit Meerwasser gebraut wurde. Von wem es eingereicht wurde, wurde uns aber nicht verraten. Nebenbei trafen wir dann auch auf den Initiator des GACBB und Organisator des Festivals Sebastian Mergel. Er hatte zwar nicht viel Zeit, aber dennoch konnten wir uns kurz mit ihm unterhalten.

Gegen Ende des Festivals, die Brauereien waren bereits am Einpacken und ein Großteil der Besucher weg, gab es dann noch ein kleines Highlight: Das restliche Bier musste weg, also wurde es sehr günstig an die Besucher verteilt. Für 10 oder 20 Euro konnte man sich einfach einen Karton vollpacken lassen, wirklich gezählt hat da aber niemand mehr. Daher hab ich zur Überbrückung bis zur Biermeile jetzt auch einen schönen Vorrat an Craft Bier zuhause stehen.

 

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Stone Brewing Co. nimmt Kurs auf Deutschland

Stone Brewing Co. ist eine der größten US-Amerikanischen Craft-Brauereien und wurde dort 1996 von Greg Koch und Steve Wagner gegründet. Durch ihren Sitz in Kalifornien bekommt man hier in Deutschland nicht allzu viel von der Brauerei und deren Biere mit. Doch das soll sich nun bald ändern. Als erste US-Amerikanische Brauerei wagt sich Stone Brewing mit einem eigenen Produktionsstandort nach Europa.

Am Samstag kündigte Gründer Greg Koch mit den Worten „This is a historic moment for Stone. I’ve wanted to say these next words for many years now: We’re coming to Europe. We’re coming to Germany. We are coming to Berlin!“ an, dass Stone Brewing eine Brauerei in Berlin eröffnen wird. Genutzt wird hierzu das Gelände des früheren Gaswerks Mariendorf. Zum Eröffnungsevent waren leider nur geladene Gäste zugelassen, weshalb wir leider nicht dabei sein konnten.

Bis 2016 soll dort die Brauerei samt Biergarten, Restaurant und Braushop entstehen. Rund 25 Mio US-Dollar lässt man sich das Projekt kosten – wobei wir ja Berliner Großprojekte kennen, am Ende dauert es doppelt so lang und kostet 4 mal so viel 😉 Aber hoffen wir in diesem Fall, dass alles reibungslos klappt. Der ganze komplex wird mit fast 10.000 m² auch wirklich große Ausmaße annehmen. Der Standort Berlin soll dabei langfristig als Europäische Zentrale für Stone Brewing dienen, von dem aus komplett Europa mit dem Bier versorgt werden soll. Geplant ist dafür eine Kapazität des Brauhauses von mindestens 83 Hektolitern.

Ehem. Gaswerk Mariendorf

Ehem. Gaswerk Mariendorf

Neben dem Bier legt man auch besonderes Augenmerk auf das Restaurant, denn dort werden ausschließlich Gerichte serviert, deren Zutaten aus der direkten Umgebung stammen und in der jeweiligen Jahreszeit auch verfügbar sind. Wer also Wert auf gute, Regionale Küche legt sollte hier ebenfalls auf seine Kosten kommen.

Das ganze Projekt steckt jetzt natürlich noch in den Kinderschuhen und zunächst ist viel Papierkram notwendig, bevor der Umbau des Gaswerks losgehen kann. In der Zwischenzeit könnt ihr aber auch selbst mithelfen, das Projekt womöglich noch schneller zu realisieren. Dafür gibt es eine eigene Indiegogo Kampagne, bei der ihr spenden könnt. Im Gegenzug erhaltet ihr für die Spenden diverses Merchandising, Brauereiführungen, Spezial-Biere, usw. Es sind jede Menge Belohnungen verfügbar, also schaut am besten selbst mal rein.

Am spannendsten sind denke ich die Biere an sich, die in Kollaboration mit BrewDog, Dogfish Head & Victory und Baladin anlässlich der neuen Brauerei entstehen. Die Biere wird es nur so lange geben, wie der Vorrat reicht. Ihr solltet also schnell zuschlagen. Sobald die Biere ausverkauft sind, wird ein neues Kollaborationsbier angekündigt – aber auch hier wieder nur so lange der Vorrat reicht.

So ein Bier bekommt ihr übrigens ab einer Spendensumme von $50 – also rund 36€. Obendrauf gibt es auch noch zwei Gutscheine im Wert von jeweils 10€ für die beiden beteiligten Brauereien. Ich hab mir auf jeden Fall schon mal mein „SUPER Bashah“ gesichert 😉

Ich bin jetzt wirklich gespannt, ob der Zeitplan hinkommt und wir vielleicht sogar schon in 1,5 Jahren gemütlich im Biergarten ein „Arrogant Bastard Ale“ trinken können.

Und damit ihr auch wisst, was mit den Kollaborationen auf euch zukommt, hier noch die „Trailer“ zu den einzelnen Bieren.