Eröffnung der Bierfabrik Berlin – es ist vollbracht!

Gestern war es endlich soweit: Die Bierfabrik Berlin öffnete ihre Pforten und wir waren natürlich mit dabei. Eigentlich war die Eröffnung ja bereits im August geplant, aber wie das mit den Berliner Bauvorhaben halt so ist, verzögerte es sich noch etwas. Aber wie sagt man so schön: Gut Ding will Weile haben.

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Wir trafen also am Samstag gegen 17 Uhr bei der Bierfabrik ein und es war schon ordentlich was los. Von Außen ist das Gebäude eher unscheinbar, ein einfacher grauer Industrie-Flachbau. Im Inneren blinkt einem direkt überall Edelstahl entgegen, die Brauanlage ist nagelneu und wurde scheinbar auch noch einmal auf Hochglanz poliert bevor die Besucher eintrafen. Aber erstmal brauchten wir ein Bier. Vom Fass gabs das Wedding Pale Ale und das neue Black Wit, aus der Flasche zusätzlich noch das Schabrackentabier Pale Ale und das Heimat Weißbier. Da wir das Black Wit zum ersten mal gesehen haben, musste es natürlich das sein. Bier gab es gegen einen Glaspfand von 3€ und einer freiwilligen Spende in beliebiger Höhe. Schönes Konzept für eine Eröffnung wie ich finde, da gibt man dann auch gerne eine Spende.

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So, aber weiter mit dem Rundgang. Der größere der beiden Haupträume ist das Sudhaus, in dem natürlich der Sudkessel, der Läuterbottich und die Gärtanks stehen. Direkt daneben im gleichen Raum stehen dann auch schon die Lagertanks, 12 Stück an der Zahl. Die Anlage hat aktuell knapp 1000l Volumen pro Sud, die Lager- und Gärtanks sind dem entsprechend angepasst mit ebenfalls rund 1000l Volumen. Zudem gesellt sich dazu noch die Abfüllanlage für die Fässer. Normalerweise stehen dort auch noch die Abfüllanlage für die Flaschen und der Auffangtank für das Warmwasser aus dem Wärmetauscher. Für die Eröffnung wurden sie aber rausgeräumt in den Nebenraum.

Im kleineren, zweiten Raum ist noch nicht so viel los. Dort befindet sich hauptsächlich der große Kühlraum. Doch darunter liegt dann wohl einer der wichtigsten Räume: Der Lagerkeller. Hier lagert das Malz bis zur Verarbeitung in großen Säcken, direkt daneben dem tiefgekühlte Hopfen. Auch das Schroten erfolgt im Keller, das geschrotete Korn wird dann mittels Pipeline direkt zum Sudkessel transportiert.

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Gut gelaunter Chef….

Das ganze Team der Bierfabrik war sichtlich gut gelaunt. Klar, wenn man gerade seine eigene Brauerei eröffnet. Die Jungs und Mädels der Bierfabrik waren zwar sehr beschäftigt, dennoch haben sie sich immer wieder die Zeit genommen, um sich mit den Gästen zu unterhalten und auszutauschen oder Einzelheiten zur Brauanlage zu erklären.

Insgesamt war die Stimmung sehr gut und bis auf ein paar zerbrochene Gläser und Flaschen lief soweit ich mitbekommen habe auch alles glatt.
Natürlich durfte auch eine Rede nicht fehlen, bei der sich Gründer Sebastian bei allen Helfern, Unterstützern und seinem Team bedankte.

Danach ging es noch weiter zur after-opening-Party im Czar Hagestolz direkt auf dem Gelände der alten Börse. Der Part hat mir nicht so gut gefallen – zwar gab es gutes Bier, aber es war doch sehr voll und die Musik auch nicht wirklich meins. Wir saßen daher letztlich draußen und haben bei dem einen oder anderen Bier den Abend ruhig ausklingen lassen, während drinnen gefeiert und getanzt wurde.

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Was hier wohl lagert?

Alles in allem ein schöner Tag/Abend, bei dem man auch einen guten Einblick in die neue Brauerei gewinnen konnte. Wir wünschen der Bierfabrik auf jeden Fall viel Erfolg für die Zukunft und sind gespannt, welche Bierkreationen uns als nächstes erwarten.

Achso, ihr könnt übrigens die Biere jetzt auch direkt vor Ort an der Brauerei kaufen. Die Öffnungszeiten variieren immer etwas, aber in der Regel solltet ihr dort Mo.-Fr. zwischen 13 und 16 Uhr jemanden antreffen um Bier zu kaufen.

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