Archive for : Oktober, 2014

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Auf ein Wort mit Greg Koch

Wie wir ja im Beitrag zum Bierlieb bereits angedeutet haben, waren wir vor kurzem mal in Mariendorf, um uns dort etwas umzusehen. Genauer gesagt waren wir in der künftigen Stone Brewing Co. Brauerei und haben uns dort ein bisschen mit Greg Koch, Gründer und Inhaber von Stone, unterhalten. Raimund war leider Krank zu dem Zeitpunkt, weshalb er nicht mit aufs Video wollte. Das Schniefen, Niesen und Husten will man auch nicht unbedingt hören/sehen ;).

Ich muss ja vorweg sagen, dass ich doch recht Nervös war, wie man auch erkennt, also erstmal schön die Einleitung versemmelt 😉 . Das erste richtige Interview – wann macht man sowas sonst schon? – und dann direkt mit dem Gründer einer der größten US Craft Brauereien. Daher entwickelte sich das ganze am Ende eher in ein normales Gespräch, aber dennoch wollen wir es euch natürlich nicht vorenthalten. Zum jetzigen Zeitpunkt, nach ein paar Bier mit Greg der einem in Berlin immer wieder begegnete, wäre ich vermutlich auch gelassener gewesen während des ‚Interviews‘. Aber genug geschrieben, jetzt könnt ihr meinem Gestammel einfach zuhören ;).

Ich hoffe mal, dass ich auch einige für euch interessante Fragen stellen konnte.

Aber nach dem Video ist vor dem Abend… oder so in der Art. Als wir gerade los wollten überraschten uns Greg und Ian – Chief of Staff und Gregs rechte Hand bei Stone – noch mit einem Stone ‚Enjoy by‘ Double IPA und der Frage, was denn so in Berlin an dem Abend noch los ist. Kurzum: Das Bierlieb stand an und so kamen die Beiden direkt mit Richtung S-Bahn und man konnte noch ein bisschen weiter über die Pläne oder auch einfach belangloses Zeug reden.

Sehr faszinierend fand ich den Moment, als die beiden realisierten, dass rund um die Brauerei überall wilder Hopfen wächst. In Berlin keine Seltenheit, in Kalifornien aber offenbar schon. Wir kamen daher nur langsam voran, da an jedem neuen Busch erstmal Dolden gepflückt und ausgiebig daran gerochen wurde. Die beiden werteten das auch direkt als gutes Omen für die Brauerei-Pläne.

Alles in allem auf jeden Fall ein gelungener Tag. Mal das Gelände betrachten, auf dem bald Bier gebraut wird, die Menschen dahinter kennen lernen und nebenbei auch noch Hopfen pflücken :).

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Festival der Bierkulturen, Take 6.

Köln – die viert größte Deutsche Stadt. Bekannt für seinen Dom und natürlich für viele weitere Dinge, wie die Liebe seiner Einwohner zum Karneval und die hohe Dichte an Medien-, Fernseh- und Musikunternehmen. Aber es gibt weiteres, dass zu Köln unbedingt erwähnt werden muss. Auch wenn noch einige Monde vergehen werden, möchten wir jetzt schon mal auf das 6. Festival der Bierkulturen hinweisen, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Der Termin steht schon fest und zwar wird es am 30. und 31. Mai 2015 in Köln-Ehrenfeld stattfinden. Ins Leben gerufen und organisiert von der Helios Brauerei. Folgende Fakten sind aktuell bekannt:

Wann: 30. und 31. Mai 2015
Wo: Köln-Ehrenfeld, Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V.
Venloer Straße 429 in 50825 Köln

Kosten: Eintritt 5€ Pro Tag, Degustationsglas inklusive

Sobald es weitere Infos gibt, werden wir euch diese in Form von Updates dieses Beitrages natürlich mitteilen.

Wir waren beide leider noch nicht auf einem der vorherigen 5 Festivals aber wir haben natürlich einige Reviews dazu gelesen. Wie zum Beispiel dieses auf im Blog der Brauerei Brunnenbräu. Schön geschrieben und natürlich lässt der Inhalt erahnen, dass auch das 6te Festival sicher ein voller Erfolg werden wird. Also macht euch am besten schon mal ein dickes rotes Kreuz in euren Kalendern.

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Pre-Opening im Bierlieb Friedrichshain

Der vergangene Freitag war so ein Tag, an dem irgendwie alles richtig lief. Erst ein sehr interessantes Treffen in Mariendorf, mehr dazu später, danach dann direkt zum Pre-Opening im Bierlieb.

Ab 16:00 Uhr ging es los und schon vom weitem konnte man erkennen, dass am Bierlieb was los ist. Vor dem Geschäft stand ein Bierwagen in dem man kostenlos, Probiershots bekommen hat. Gerade für Craft Beer Neulinge eine schöne Möglichkeit verschiedene Biere zu testen und nicht gleich die Lampen an zu haben.

Als nächstes haben wir dann mal das Geschäft selber unter die Lupe genommen. Von der Auswahl her würde ich glatte 8 von 10 Punkten geben, denn auch wenn die Ladenfläche auf den ersten Blick nicht allzu groß wirkt, ist es clever eingerichtet und bietet somit ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Sortiment. Optisch erinnert es an eine typische Weinhandlung mit alten Holzkisten die zu Regalen zusammengesetzt wurden. Wir wurden sehr freundlich empfangen und die Preise waren auf den ersten Blick stimmig. Ganz genau habe ich nicht drauf geachtet, da ich mir lediglich eines der kalten Biere aus einem der kleinen Kühlschränke genommen habe, die im Laden verteilt sind und mir den Rest des Sortimentes nur betrachtet habe. Im Geschäft selber erfuhren wir dann auch, dass es hinten im Hof noch weiter geht.

Sowas lassen wir uns nicht zweimal sagen und klar sind wir dann erstmal schauen gegangen. Der Innenhof war voll mit Menschen. Klar, das ein oder andere bekannte Gesicht aus der Szene und einige offenkundig Craft interessierte. Und dann leuchteten auch schon zum zweiten mal unsere Augen. Denn es gab draußen an der Theke nicht nur nette Bedienungen, sondern neben ausgewählten Flaschenbieren aus dem Kühler auch zwei Fassbiere. Das Dark Roast von vandeStreek ein herrliches Stout und das  Cat IPA von Ausesken, wie der Name schon sagt ein IPA. Auch von dem war ich äusserst begeistert.  Und auch das Fassbier war um sonst. Dafür war es dann allerdings auch relativ schnell vergriffen und der Nachschub dauerte etwas. Aber was solls, dafür gab es dann ja noch diverse Flaschenbiere.

Zu Essen gab es auch. Allerdings war ich mit trinken beschäftigt und habe mich nicht um das Essen gekümmert. Kredenzt wurde Smoked Beef im Baguette für lediglich 5,- EUR. Ausgesehen hat es auf jeden Fall sehr gut:) Aber vielleicht mag ja einer von euch ja in die Kommentare schreiben, wie das Essen war?  Im hinteren Bereich war dann auch das zu sehen, was zukünftig die Brauerei werden wird. Ein bisschen Equipment stand auch schon rum, aber sonst war noch nicht viel zu sehen.

Desweiteren wurden auch Biertastings angeboten, an denen wir aber auch nicht teilgenommen haben, da wir irgendwie die Zeiten verrafft haben. Tja, so ist das wenn man wie ein Kind um Süßigkeitenladen durch die Gegend springt. Aber die Tastings wird es auch weiterhin zu bestimmten Terminen geben.

Ihr seht, alles in allem waren wir durchaus positiv Überrascht und wer nicht am Pre-Opening teilnehmen konnte, hat auf jeden Fall einiges verpasst. Aber geht auf jeden Fall mal hin. Ob zum einkaufen oder zu einem Tasting. Es lohnt sich. Und Gründer Holger und sein Team werden sich auf euch freuen. Und seit gestern, den 13.10.2014, ist auch offiziell eröffnet. Wir sind uns sicher, dass wir den einen oder anderen von euch da wiedersehen werden.

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Und an die Kritiker: Uns ist bekannt, dass es auch einige sehr kritische Stimmen gibt, die dem ganzen weniger positiv gegenüber stehen. Da uns aber weder die Hintergründe hierzu bekannt sind, noch selbst Grund zur Klage haben, bleibt dieser Part hier außen vor. Gern hören wir uns aber auch bei einem Bier oder zwei die Hintergrundgeschichte dazu an.

1312 Herbst Gruit – Bier mal anders

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Eigentlich möchten wir hier nicht über einzelne Biere berichten, die wir so getrunken haben. Bei ganz besonderen Bieren machen wir aber auch mal eine Ausnahme.

So zum Beispiel das Herbst Gruit von Spent Brewers Collective. Das Bier ist eigentlich genau genommen kein Bier, denn es enthält fast keinen Hopfen, dafür aber jede Menge Kräuter, verschiedene Malzarten usw. Der Hopfen dient im Falle des 1312 Herbst Gruit hauptsächlich der Konservierung und der Geschmack wird vorrangig durch die Kräuter geprägt. Denn an sich stammt diese Bierart aus dem Mittelalter, noch bevor Hopfen überall verfügbar war. Enthalten sind z.B.  Gagel, Süssholzwurzel, Salbei, Rosmarin, Thymian, Fenchel, Spitzwegerich, Schafsgabe und  Wacholderbeeren.

Interessant fand ich vor allem auch die Entstehungsgeschichte dieses Gruits, die ich mehr durch Zufall erfahren habe. An einem gemütlichen Feierabend im Hopfenreich gab es unser erstes Gruit, kurze Zeit später stellte mir die Bartenderin dann kurz Sören vor – einen der Brauer von SPENT, der mir dann auch kurz von der Entstehung erzählt hat. Entgegen der üblichen Vorgehensweise, dass verschiedene Rezepte in Testsuden ausprobiert werden, wurde hier nachts bei jeder Menge Bier und Zigaretten das Rezept entwickelt, das dann kurze Zeit später direkt gebraut wurde. Ohne Testsud, ohne probieren. Und das Ergebnis davon bekommt man aktuell im Hopfenreich bzw. konnte man auch auf dem Stadt Land Food Festival direkt vom Fass probieren.

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Und ich kann es nur jedem empfehlen, es zu probieren so lange noch welches verfügbar ist. Bisher wurde nur ein Sud fertig gebraut, wenn der weg ist, ist er weg.

Geschmacklich ist es äußerst komplex, sehr Kräuterlastig, jeder Schluck schmeckt ein bisschen anders und im Körper kann man gar nicht beschreiben, welche Kräuter man alles schmeckt. Man hat gar keine Zeit zu überlegen, was man gerade vorrangig schmeckt, denn einen Augenblick später kommt direkt das nächste Kraut in den Vordergrund. Im Abgang bleibt dann ein Geschmack von Kräuterschnaps und Ricola Kräuterbonbons. Sehr ungewohnt, aber dabei auch sehr lecker. Gerade im Sommer ist es bestimmt auch sehr erfrischend, im Herbst schmeckt es aber ebenso.

Wir können es beide nur empfehlen und würden es euch definitiv nahelegen, es zu probieren. Es ist einfach ein Geschmackserlebnis, das völlig anders ist und sich nicht mit anderen Bieren vergleichen lässt.