Archive for : September, 2014

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Eröffnung der Bierfabrik Berlin – es ist vollbracht!

Gestern war es endlich soweit: Die Bierfabrik Berlin öffnete ihre Pforten und wir waren natürlich mit dabei. Eigentlich war die Eröffnung ja bereits im August geplant, aber wie das mit den Berliner Bauvorhaben halt so ist, verzögerte es sich noch etwas. Aber wie sagt man so schön: Gut Ding will Weile haben.

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Wir trafen also am Samstag gegen 17 Uhr bei der Bierfabrik ein und es war schon ordentlich was los. Von Außen ist das Gebäude eher unscheinbar, ein einfacher grauer Industrie-Flachbau. Im Inneren blinkt einem direkt überall Edelstahl entgegen, die Brauanlage ist nagelneu und wurde scheinbar auch noch einmal auf Hochglanz poliert bevor die Besucher eintrafen. Aber erstmal brauchten wir ein Bier. Vom Fass gabs das Wedding Pale Ale und das neue Black Wit, aus der Flasche zusätzlich noch das Schabrackentabier Pale Ale und das Heimat Weißbier. Da wir das Black Wit zum ersten mal gesehen haben, musste es natürlich das sein. Bier gab es gegen einen Glaspfand von 3€ und einer freiwilligen Spende in beliebiger Höhe. Schönes Konzept für eine Eröffnung wie ich finde, da gibt man dann auch gerne eine Spende.

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So, aber weiter mit dem Rundgang. Der größere der beiden Haupträume ist das Sudhaus, in dem natürlich der Sudkessel, der Läuterbottich und die Gärtanks stehen. Direkt daneben im gleichen Raum stehen dann auch schon die Lagertanks, 12 Stück an der Zahl. Die Anlage hat aktuell knapp 1000l Volumen pro Sud, die Lager- und Gärtanks sind dem entsprechend angepasst mit ebenfalls rund 1000l Volumen. Zudem gesellt sich dazu noch die Abfüllanlage für die Fässer. Normalerweise stehen dort auch noch die Abfüllanlage für die Flaschen und der Auffangtank für das Warmwasser aus dem Wärmetauscher. Für die Eröffnung wurden sie aber rausgeräumt in den Nebenraum.

Im kleineren, zweiten Raum ist noch nicht so viel los. Dort befindet sich hauptsächlich der große Kühlraum. Doch darunter liegt dann wohl einer der wichtigsten Räume: Der Lagerkeller. Hier lagert das Malz bis zur Verarbeitung in großen Säcken, direkt daneben dem tiefgekühlte Hopfen. Auch das Schroten erfolgt im Keller, das geschrotete Korn wird dann mittels Pipeline direkt zum Sudkessel transportiert.

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Gut gelaunter Chef….

Das ganze Team der Bierfabrik war sichtlich gut gelaunt. Klar, wenn man gerade seine eigene Brauerei eröffnet. Die Jungs und Mädels der Bierfabrik waren zwar sehr beschäftigt, dennoch haben sie sich immer wieder die Zeit genommen, um sich mit den Gästen zu unterhalten und auszutauschen oder Einzelheiten zur Brauanlage zu erklären.

Insgesamt war die Stimmung sehr gut und bis auf ein paar zerbrochene Gläser und Flaschen lief soweit ich mitbekommen habe auch alles glatt.
Natürlich durfte auch eine Rede nicht fehlen, bei der sich Gründer Sebastian bei allen Helfern, Unterstützern und seinem Team bedankte.

Danach ging es noch weiter zur after-opening-Party im Czar Hagestolz direkt auf dem Gelände der alten Börse. Der Part hat mir nicht so gut gefallen – zwar gab es gutes Bier, aber es war doch sehr voll und die Musik auch nicht wirklich meins. Wir saßen daher letztlich draußen und haben bei dem einen oder anderen Bier den Abend ruhig ausklingen lassen, während drinnen gefeiert und getanzt wurde.

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Was hier wohl lagert?

Alles in allem ein schöner Tag/Abend, bei dem man auch einen guten Einblick in die neue Brauerei gewinnen konnte. Wir wünschen der Bierfabrik auf jeden Fall viel Erfolg für die Zukunft und sind gespannt, welche Bierkreationen uns als nächstes erwarten.

Achso, ihr könnt übrigens die Biere jetzt auch direkt vor Ort an der Brauerei kaufen. Die Öffnungszeiten variieren immer etwas, aber in der Regel solltet ihr dort Mo.-Fr. zwischen 13 und 16 Uhr jemanden antreffen um Bier zu kaufen.

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Craft Beer Fest in Wien [Update]

Bereits im Mai 2014 fand das erste Craft Beer Fest bei unseren Österreichischen Nachbarn statt. Um genau zu sein in Wien. Und nun, wenige Monate später steht auch schon das zweite an. Ganz schön fix die Jungs und Mädels 🙂 Am 21. und am 22 November wird es also in der ehemaligen Ankerbrot Expedithalle hoch her gehen. Die Location liegt günstig für die Anreise, nähere Infos dazu findet ihr hier.

Ein Blick auf die Liste der teilnehmenden Brauereien und der Liste der Biere die dort angeboten werden, bringt uns dazu unsere Fingernägel tief in die Oberschenkel zu bohren. Neben einigen sehr bekannten Namen finden sich in der Liste auch einige Brauereien, von denen zumindest ich bisher noch nichts gehört habe. Umso mehr interessieren mich diese aber natürlich. Um mal einige zu nennen:

Birra Baladin aus Italien, Bevog aus Österreich, BREWDOG aus UK, die Brouwerij de Molen von denen ich gerade erst gestern zwei leckere Biere probiert habe, Mikkeller eine dänische Gypsybrauerei, die an spannenden Orten auf der ganzen Welt braut und auch Sierra Nevada geben sich die Ehre. Eine der größten Craft Brauereien der USA. Die vollstädige Liste findet ihr hier.

Los geht es dann um 15:00 Uhr und von da an, habt ihr bis 23:30 Uhr Zeit, eure Jetons gegen köstliches Bier einzutauschen. Richtig, Jetons. Denn Bier wird auf dem Craft Beer Fest Wien ausschließlich gegen zuvor erworbene Jetons ausgeschenkt. Hier kosten 10 Jetons 10,- EUR und 20 Jetons 20,- EUR. Ein Wechselkurs den man sicherlich auch noch nach den ersten Stunden Biergenuss noch leicht errechnen kann. Bier wird zudem nur in geeichte Gläser ausgeschenkt. Gegen einen Pfand von 5,- EUR kann man sich ein Probierglas gleich auf dem Fest geben lassen und hat damit dann schon die perfekte Ausrüstung für ein feucht- fröhliches Fest.

Samstag hat das Fest dann wieder von 15:00 Uhr – 23:30 seine Pforten geöffnet. Einen kleinen Tageseintritt muss man wohl für die Teilnahme zahlen, aber aktuell ist noch nicht bekannt gegeben worden, auf wieviel der sich belaufen wird. Aber die Veranstalter werden den Tageseintrittspreis sicher zur offiziellen Pressekonferenz am 30.09.2014 bekannt geben. Mehr zum Programm und den Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Wir halten euch natürlich auf dem laufenden, sofern sich etwas ändert oder die Eintrittspreise bekannt gegeben wurden.
Mal schauen ob wir es zum Fest auch persönlich schaffen, Wien ist ja leider doch ein Stück entfernt.

Zusammengefasst noch einmal alle Daten:

Wann:
Fr., 21. November 2014
15.00–23.30 Uhr
Sa., 22. November 2014
13.00–23.30 Uhr

Wo: 
Puchsbaumgasse 1C, 1100 Wien, Österreich
Eintritt:
TBA

 

[Update]

Wie versprochen melden wir uns nach der gestrigen Pressekonferenz mit neuen Informationen. Auch wenn wir leider nicht persönlich teilnehmen konnten, möchten wir euch die Inhalte und Neuigkeiten natürlich nicht vorenthalten.

Die Eintrittspreise für das Fest wurden bekannt gegeben: So liegt die Tageskarte bei 7,-EUR pro Person.  Wie schon aus den bisherigen Infos zu vermuten war, werden die Biere auch nicht nur in geeichte Gläser ausgeschenkt, sondern ausschließlich in die für 5€ Pfand vom Craft Beer Fest zur Verfügung gestellten.
Für das leibliche Wohl sorgt u.a. ‚Craft.Beer.Cooking‘.

Sehr interessant ist auch die Collaboration mit dem Braufest Berlin und natürlich auch mit den Budapestern vom Fözdefest. Als ersten Schritt lädt das Craft Bier Fest Wien den Sieger der Publikumswahl des Braufests Berlin als Aussteller nach Wien ein. Im Gegenzug wird der Craft-Bier-Brauerei, deren Bier zum Sieger in der Wiener Publikumswahl gekürt wird, ein Stand samt Unterbringung beim Braufest Berlin im Mai 2015 zur Verfügung gestellt. „Ähnliches ist mit den Partnern in Budapest geplant, um die Craft-Bier-Achse zwischen den drei Metropolen zu festigen“, kündigt Micky Klemsch an.

Mikkeller bald keine ‚Gypsies‘ mehr (?)

Ich bin grad im Büro fast vom Stuhl gekippt, als mir ein Tweet in die Timeline gespült wurde. Warum? Darum:

Offenbar baut Mikkeller gerade an einer eigenen Brauerei samt Brewpub, nachdem sie seit 2006 als Gypsie-Brewer ihr Unwesen getrieben haben. Die Biere sind extrem gut und dabei teils auch sehr abwegig. Man wird wirklich mit allen Sinnen gefordert. Wer weiß wo das noch hin führt, wenn sie dann erstmal eine eigene Brauerei zur Verfügung stehen haben.

Viel mehr Informationen wurden bislang nicht offiziell bekannt gegeben, aber zumindest gibt es schon diverse Spekulationen 😉

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass die Jungs und Mädels tatsächlich einen Brewpub auf einer kleinen Insel aufziehen wollen, aber bei den teils verrückten Bierkreationen trau ich ihnen mittlerweile fast alles zu.
Andere wiederum reden davon, dass wohl ein Brewpub zusammen mit 3Floyds in Copenhagen eröffnet werden soll:

Die Info zum BrewPub in Copenhagen kam jetzt auch schon von mehreren Seiten, daher gehen wir mal davon aus, dass es so kommen wird.

Wir werden das auf jeden Fall weiter beobachten!

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Das Stadt Land Food Festival

Ein weiteres Event werden wir uns in den kommenden Tagen anschauen und wollen euch das natürlich auch nicht vorenthalten. Und zwar das Stadt Land Food Festival. Nun wird sich der eine oder andere vielleicht fragen: warum? Tja, ganz einfach. Es werden auch Craft Brauer anwesend sein, und das gar nicht wenige wie hier zu sehen ist. Aber der Hauptgrund ist für Hannes und mich das 1321 Gruit Zwickel von SPENT. Denn das ist ein limitierter Sondersud wie es Spent selber nennt. Wer weiß, wann wir sonst die Gelegenheit bekommen das zu probieren. Und natürlich freuen wir uns den ein oder anderen von euch dort zu treffen.

Das Festival bietet aber natürlich noch viel mehr als nur Craft Beer. Sehr viel mehr. Denn Bier ist hier Nebensache. Eigentlich geht es um Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk. Auf dem Markt kann man jede menge fair und ordentlich erzeugte Lebensmittel erstehen und vieles mehr. Für noch mehr Informationen habe ich euch ja oben schon die Hauptseite verlinkt. 🙂 Es wird sicher spannend. 🙂

Das Festival beginnt am 2.Oktober um 17:00 und hat seine Türen bis zum 5.Oktober für euch geöffnet. Die Markthalle Neun findet ihr in der Eisenbahnstraße 42/43 in 10997 Berlin. In der Nähe ist der U-Bahnhof Schlesisches Tor für die die mit den Öffies anreisen möchten.

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Kaschk: Berlins jüngste Craft Bier Bar

Ok, zugegeben, die Überschrift stimmt nicht ganz. Denn noch ist das Kaschk nicht Berlins jüngste Bar, sondern erst ab dem 19.09.2014, wenn sie offiziell eröffnet.

Ich konnte allerdings schon bei einer Pro-Opening-Party einen Blick hinein werfen und einen (kleinen) Teil des Biersortiments probieren. Dabei konnte ich mich auch ein bisschen mit Anders, dem Manager bzw. Chef des Kaschk unterhalten.

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Fangen wir mal vorne an: Am Freitag den 12.09. und Samstag den 13.09. gab es Pre-Opening-Partys im Kaschk, zu denen über die Kaschk Facebook Seite eingeladen wurde. Am Samstag ging es also hin, punkt 18 Uhr zur Eröffnung waren wir vor Ort. Praktisch: Mit seiner Lage direkt am U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz ist es perfekt erreichbar. Alternativ ist man auch vom Alex aus zu Fuß in 5 Minuten dort.
Der erste Eindruck? Die Fenster sind noch zugeklebt, nur die Schrift auf der Eingangstür verrät, dass wir richtig sind. Beim Betreten merkte man dann auch direkt, dass es noch eine halbe Baustelle ist. Es riecht nach Farbe, frisch gesägtem Holz, die teils selbstgebauten Tische sehen noch komplett unbenutzt aus. So eine jungfräuliche Bar hat man selten.

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Da wir so früh waren, war es noch entsprechend leer. Um genau zu sein waren wir neben einer Amerikanerin (?) die einzigen Gäste. Aber macht ja nix, mehr Zeit und Platz für uns, uns mal in Ruhe umzusehen. Die beworbenen Tisch-Shuffleboards sieht man anfangs gar nicht, denn die sind im Keller versteckt.

Aber weiter gehts mit dem Bier. Die Zapfanlage war leider noch nicht fertig, somit gab es nur Flaschenbier – abgesehen von einem Fass Rothaus Tannenzäpfle, das als Freibier an die ersten Gäste verschenkt wurde. Über der Theke dann die in Craft Bier Bars obligatorischen Schiefertafeln mit den verfügbaren Bieren. Der erste Schock: BrewDogs Punk IPA sollte 8€ kosten. Zum Glück nur ein Fehler, da das Kassensystem aus Schweden stammt und teilweise die dortigen Preise verwendet hat. Das System sorgte im Laufe des Abends noch weiter für verwirrung, aber dazu komme ich später. Auch auf den zweiten Blick Ernüchterung: nur wenige Craft Biere auf der Tafel, daneben ein paar deutsche Standardbiere. Wohl für die konservativen Gäste.

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Aber: Es gab doch noch mehr Bier! Zum Glück. Man musste einfach nur die sehr netten Bartender fragen, welche Flaschenbiere denn noch verfügbar sind. Das waren eine ganze Menge, beispielsweise ein breites Mikkeler Sortiment oder auch dänisches To Øl. Von leichtem Witbier bis hin zu starken IPAs war alles vertreten. Man merkte nur, dass die Mitarbeiter noch nicht so lang im Bereich Craft Bier unterwegs waren, da sie auch häufig nachsehen mussten, was sie da überhaupt für Biere verkaufen. Auch waren die Kühlschränke etwas zu kalt eingestellt, sodass man das Bier teils erstmal etwas stehen lassen musste damit es wärmer wird. Aber hey, eigentlich hat die Bar noch nicht einmal eröffnet, von daher 😉 Es kamen auch immer wieder nachfragen, wie denn das Bier war, nach den persönlichen Favoriten, wonach es geschmeckt hat. Sie waren also sehr bemüht und interessiert, was mir gut gefallen hat.

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Ein kleiner Haken muss aber kommen: Ein paar der Mitarbeiter sprechen nur Englisch, andere Deutsch und Englisch und ich bin mir sicher dass auch Schwedisch von dem einen oder anderen gesprochen wird. Für mich ist Englisch kein Problem, aber ich finde ihr solltet es wissen.

Soweit so gut. Schönes Ambiente, gute Bierauswahl, nette Mitarbeiter – klingt perfekt, oder? Nicht ganz, denn ein Punkt wäre da noch: Die Preise. Wie anfangs erwähnt gab es teils noch Probleme mit dem Kassensystem, sodass wir zeitweise auch mal 9€ für ein Bier bezahlten, aber das ist nicht der Punkt. Auf Nachfrage bekamen wir die Differenz dann auch direkt zurück.
Dennoch sind die Preise recht hoch, die Mikkeler Biere z.B. rangieren im Bereich von 5€ bis 6,50€, amerikanische Biere lagen teils noch darüber.

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Auch das Fassbier wird preislich irgendwo zwischen 4,50€ und 6,50€ liegen für 0,33l, je nach Bier. Anfangs wird es auch nur die eine Größe geben, für später – wann genau konnte Anders noch nicht sagen – sind dann aber auch kleinere Größen und Probiertablets mit 0,1l Gläsern geplant.
Wenn ich das ganze mit dem Hopfenreich vergleiche, bei dem die meisten Biere in 0,2l Größe bei 2,50€ lagen, sind die Preise schon recht hoch.
Ich denke hier braucht die Crew um das Kaschk einfach noch etwas Feintuning und Kalkulation. Allerdings muss man auch zugute halten, dass fast alle Biere importiert sind und daher automatisch auch teurer. Ein Crew Republic Drunken Sailor lag im Kaschk beispielsweise bei fairen 3,50€.
Außerdem: In einigen Bars zahlt man selbst für ein billiges Fernsehbier schon 3-4€. Dafür gibts zwar meist 0,5l, dafür ist das Zeug aber auch nicht mehr als aromatisiertes Wasser.
Wie sich das ganze entwickelt muss man im Auge behalten, die Probiertablets wären für mich auf jeden Fall ein Grund öfter dort vorbei zu schauen. Schließlich braucht man nicht immer 0,3l um ein Bier zu probieren – 0,1l reichen auch locker aus. Vor allem weil man dann nicht so schnell einen im Tee hat 😉

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Zusammengefasst war es ein schöner Abend und ich denke ich werde dort öfter mal einkehren. Vor allem das super motivierte und freundliche Team hat mir sehr gefallen. Auf Kritik und Anregungen wie dem zu kalten Bier wurde auch direkt reagiert.
Wirkliche Negativpunkte fallen mir daher nicht ein, außer eben der üblichen Probleme eines Pre-Openings bzw. einer komplett neuen Belegschaft. Die Preise sind ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ist Craft generell etwas teurer, andererseits muss man eben schon etwas mehr Geld als üblich für den Abend einplanen. Das muss also jeder für sich entscheiden.

Und damit ihr auch wisst wo ihr ab 19.09.2014 hin müsst hier noch die komplette Adresse:

Kaschk
Linienstr. 40
10119 Berlin

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz oder S/U-Bahnhof Alexanderplatz

Epiphany onE Puck – Bier trinken, Smartphone laden

Manchmal glaubt man, man hätte bereits alles gesehen. Aber dann kommt doch irgendjemand mit einer Idee um die Ecke, an die man niemals geglaubt hätte. Worum es geht? Eigentlich nur ein mobiles Ladegerät für euer Smartphone (oder MP3-Player, usw.). Aber nicht wie man es kennt mit integriertem Akku, den man erstmal laden muss, sondern die benötigte Energie wird direkt vor Ort erst generiert.

Die Rede ist vom Epiphany onE Puck, einem Ladegerät dass auf einer fast 200 Jahre alten Technik basiert – dem Sterling Motor. Der Sterling Motor erzeugt Energie aus Temperaturunterschieden. Zum Zeitpunkt seiner Erfindung funktionierte das noch nicht so ganz und er war auch alles andere als Effizient. Mittlerweile ist die Technik aber so weit, dass ein Gerät so groß wie euer Handteller rund 5 Watt Energie erzeugen kann, nur durch den bloßen Temperaturunterschied.
Prinzipiell kann mit dem onE Puck alles geladen werden, was einen USB Anschluss zum Laden nutzt und maximal 5W benötigt. Die meisten High-End Smartphones brauchen zwar mittlerweile mehr Leistung, aber dann laden sie eben etwas langsamer.

Das heißt für euch: Entweder Abends zum laden das kalte Bier drauf stellen, oder morgens den heißen Kaffee. Ist auch ne super ausrede, um sich noch ein Bier zu bestellen: „Mein Akku ist fast leer!“.
Generell ist es ein super Grund, sich noch ein eiskaltes Craft Bier zu gönnen. Und wenns eins zu viel war, lädt der morgendliche Kater-Kaffee das Gerät einfach weiter. Ein Demo-Video des ganzen gibt es natürlich auch:

Klingt eigentlich zu schön um Wahr zu sein, oder? Der Haken an der ganzen Geschichte ist halt einfach, dass das Gerät noch nicht fertig ist, sondern sich noch im Prototyp-Stadium befindet und die Jungs und Mädels hinter dem Projekt noch via Kickstarter Geld für die weitere Entwicklung sammeln. Also noch ist nicht klar, wann es erhältlich sein wird und ob das Projekt überhaupt gelingt. Aber mit Epiphany steht keine kleine Firma dahinter, also bin ich da guter Dinge.
Der zweite Haken: Der Preis. Via Kickstarter könnt ihr zwar noch zu $99 vorbestellen – also rund 76€ -, dazu kommen dann aber noch einmal $15 Versand, was 11,60€ entspricht. Im Handel soll es später für über $150 zu haben sein – also satte 116€! Für ein Ladegerät wirklich kein geringer Preis, wenn man dabei bedenkt was herkömmliche Powerbanks kosten.

Aber auf jeden Fall ein Projekt, das ich im Auge behalten werde – auch wenn mir der Preis aktuell deutlich zu hoch erscheint.

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JOSEFS-Brauerei – Integration am Sudkessel

Manchmal geht es beim Bier um mehr als nur das Bier an sich, wie beispielsweise bei der JOSEFS-Brauerei.

Aber fangen wir ganz von vorn an. Über die Brauerei bzw. deren Bier bin ich kürzlich erst bei einem Straßenfest in Berlin gestolpert. Kurzer Blick in den Kühlschrank beim Getränkestand, Bier gesehen dass ich nicht kenne, gekauft. Wie so oft ein Pils, das deutsche Standardbier.

Erstmal zum Bier selbst: Ein durchschnittliches Pils, wenn auch etwas weniger Herb als die üblichen Fernsehbiere, was vermutlich daran liegt dass hier kein Hopfenextrakt zur Erhöhung der Bitternote beigesetzt wurde. Also insgesamt zwar ein Standard-Pils ohne große Überraschungen, aber gut trinkbar auch an wärmeren Tagen und schön süffig.

Die anderen Biersorten, ein Dunkles, ein Märzen sowie ein Kellerbier konnte ich bisher leider noch nicht testen, werde das aber sicher bald nachholen. ‚Bierblogger‘ Felix war wohl recht angetan von den Bieren. 🙂

Worum es mir aber eigentlich geht sind die Menschen hinter der Brauerei. Denn die JOSEFS-Brauerei ist seit dem Jahr 2000 die erste Barrierefreie Brauerei Europas und bietet damit vielen Menschen mit Behinderung einen „echten“ Job abseits der üblichen Behindertenwerkstätten. Unter den insgesamt 16 Mitarbeitern sind mittlerweile 10 Menschen mit Behinderung angestellt. Das zeigt für mich wieder einmal, dass es wichtig ist, die Mitarbeiter nach Ihrem können und nicht nach Äußerlichkeiten auszuwählen, was in der Brauerei auch so praktiziert wird. Jeder bekommt seine Chance und wenn es passt auch den entsprechenden Job. Die Brauerei zahlt übrigens auch den normalen Tariflohn, was für integrative Einrichtungen nicht unbedingt üblich ist. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum einige Mitarbeiter bereits seit dem ersten Spatenstich dabei sind.

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Foto: Thorsten Arendt, Münster / LWL

Beim Stöbern nach mehr Infos über die Brauerei fand ich dann sogar ein Video unserer Kanzlerin, wie Sie die Brauerei grüßt, das ich euch natürlich nicht vorenthalten will:

In Berlin bekommt Ihr das JOSEFS Bier übrigens bei Ambrosetti in der Schillerstraße 103, 10625 Berlin, alternativ auch im Hauseigenen Onlineshop der Josefsheim Gruppe.

Ich finde das ganze eine durchweg gute und unterstützenswerte Sache, an der sich andere Brauereien gerne ein Beispiel nehmen können.

Neben dem Bier wird übrigens auch Limonade unter dem Namen Josy hergestellt – für den Fall dass jemand lieber Alkoholfrei unterstützen will 😉

Mehr Infos zur Brauerei findet ihr auch direkt beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)

Top Image: Thorsten Arendt, Münster / LWL