Archive for : Juni, 2014

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Die Geschichte des Bieres Part 1

Meine Theorie zur Entstehung des Bieres ist ja die, dass ein höheres Wesen die Streitigkeiten zwischen Frau und Mann beobachtete und sich dachte,  es sollte da doch ein wenig Entspannung rein bringen. :)
In Wirklichkeit wird es eher so gewesen sein, dass irgendwann Getreidebrei in der Sonne vergessen wurde und sich in eine gegorene Masse verwandelte. Und natürlich konnte es jemand mal wieder nicht lassen und stopfte sich den Kram in den Mund.  Aber so sind wir Menschen nun mal und das ist auch gut so. Wie viele großartige Entdeckungen wären nicht gemacht worden, wären wir nicht wagemutig und neugierig?

 

Schon 5000. v. Chr. gab es  im sogenannten „fruchtbaren Halbmond“,  der Gegend zwischen Euphrat und Tigris, Anbauflächen auf denen Gerste und Emmer wuchs. Beide Getreidearten wurden zum Backen von Brot und  zum Brauen von Bier verwendet.

Der Fruchtbare Halbmond

Der fruchtbare Halbmond

Die ersten Aufzeichnungen die belegen, dass in dieser Gegend schon bewusst gebraut und mit Bier gehandelt wurde, stammen allerdings erst aus der Zeit 4000-3000v. Chr.  In dem bis dahin für die Entwicklung des Bieres wichtigsten Gebiet trieben sich die Sumerer rum. Natürlich trieben die sich nicht einfach nur rum, sondern waren äußerst geschäftige Gesellen. Sie trieben Handel, Landwirtschaft, entwickelten die Keilschrift und natürlich “brauten” sie Bier. Schon damals war es ein bewusster Vorgang, aber nicht vergleichbar mit heute. Weder das handwerkliche Vorgehen, noch das Ergebnis. Man bukBrot, röstete und wässerte es und lies es dann einfach vor sich hin gären. Was da genau passierte, war den Menschen damals nicht bekannt. Hefebaktieren usw. waren natürlich noch kein Thema.  Die Sumerer, die wie erwähnt auch die Keilschrift entwickelten, meißelten so ziemlich alles in Stein was sie so trieben. In der Zeit zwischen 3000 und 1800 v.Chr. entstand durch die Sumerische Hand auch der Gilgamesch-Epos, in dem die “wahre” Bedeutung des Bieres für die Menschen dargestellt wurde. Und zwar, dass der Mensch sich durch Brot und Bier vom “Tier” zum kultivierten Wesen entwickelt hat. Hier ein kleiner Auszug aus dem Epos:
“Da lebte der wilde Enkidu, ein zottiges Wesen, in der Steppe und fraß mit den Gazellen Gras. Zu dem schickte der König und Halbgott Gilgamesch eine leichte Dame, um ihm Kultur beizubringen. Das war dringend nötig, denn:»Enkidu weiß nicht, wie man Brot ißt; er versteht nicht, Bier zu trinken. Da tat die Dirne ihren Mund auf und sprach zu Enkidu: Iß das Brot, Enkidu, das gehört zum Leben. Trinke das Bier, wie es im Leben Brauch ist!Enkidu aß das Brot, bis er satt war. Er trank das Bier, sieben Krüge voll. Da entspannte sich sein Inneres und er ward heiter. Sein Herz frohlockte und sein Angesicht strahlte. Er wusch sich den zottigen Leib mit Wasser, salbte sich mit Öl – und ward ein Mensch”

Enkidu

Enkidu

Auch wenn es vielleicht im ersten Moment absurd klingt, falsch ist es ja nicht. Denn für den Ackerbau, welcher für die Herstellung von Brot und Bier nötig ist, mussten die Menschen damals das Nomadenleben aufgeben und sesshaft werden. Ein bedeutender Schritt Richtung heutiger Gesellschaft.
Inzwischen ist auch bekannt, dass das Bier der Sumerer für Frauen und Männer unterschiedlich war. Während das Bier für Frauen hauptsächlich aus Emmer hergestellt wurde und durch Honig und verschiedene Gewürze verfeinert wurde, bekamen Männer Bier das hauptsächlich aus Gerste erzeugt wurde. Das „Männer-Bier“ war heller und herber als jenes, welches das schöne Geschlecht zu trinken bekam. Die Sumerer kannten schon mehrere verschiedene Biersorten. Vom dünnen hellen Bier bis hin zu einem eher dicken dunklen Vollbier. Im Louvre in Paris kann man heute noch Tafeln, die „Monument bleu“, betrachten auf denen ein Rezept zur Herstellung von Bier aus der damaligen Zeit festgehalten wurde. In dem Fall handelte es sich allerdings um ein Bier, dass zur Opfergabe der Fruchtbarkeitsgöttin Nin-Harrer diente.
Die Sumerer waren natürlich auch gesellige Menschen und betrieben Wirtschaften in denen das Bier, welches in großen Krügen mit einem Röhrchen als Strohalm serviert wurde, angeboten wurde. Einer überlieferten Geschichte nach, war die Wirtin Kubaba mit Ihrer Wirtschaft so erfolgreich, dass die Stadt Kish  um diese Wirtschaft herum entstand und Kubaba zur ersten Stadtfürstin wurde. Bier und Brot waren damals Dreh und Angelpunkt des gesamten Sumerischen Reiches. Jedem Sumerer stand, je nach ansehen bzw. Zugehörigkeit, täglich Bier zu. Steuern, Bestattungen usw. wurden allesamt mit Bier und Brot bezahlt.

Im zweiten Jahrhundert v.Chr. zerfiel das Sumerische Reich und die Babylonier regierten die Region. Die schon damals als äußerst gebildet geltenden Babylonier haben die Braukunst weiterentwickelt und kannten bereits 20 verschiedene Biersorten. 8 aus Emmer, 8 aus Gerste und 4 Mischbiere. Auch die Babylonier verfeinerten Ihre Biere weiterhin mit Honig und anderen Gewürzen für die Frauen und die herberen, bitteren Biere für die Herren wurden mit Lupinien „verfeinert“. Bier gewann auch bei den Babyloniern immer mehr gesellschaftlichen Wert, so dass die Bauern oft annähernd das gleiche Ansehen hatten wir die Priester in den Tempeln. Der gerne als erster bedeutender König bezeichnete Hammurapi, sollte ja jeder kennen 🙂 , erließ strenge Gesetze im Bezug auf Bier und dessen Ausschank, welche in eine 2,25m hohe Säule gemeißelt wurden und heute gerne auch mal „Codex-Hammurapi“ genannt werden. Auch diese Dioritstele verweilt aktuell im Louvre in Frankreich und kann dort betrachtet werden. War von euch schon wer im Louvre und hat die „Monument bleu“ und den „Codex-Hammurapi“ gesehen?

Codex Hammurapi Stela front

Codex Hammurapi Stela

Auch bei den Babyloniern wurde Bier quasi für alles verwendet. Zum Beispiel hat man jegliche Heilmittel, auch die die einem Kater vorbeugen sollten,  in Bier aufgelöst und zu sich genommen. Und das, so wie es bereits die Sumerer taten, mit einem „Strohhalm“.

Sicher ist „Der fruchtbare Halbmond“ nicht die einzige Gegend, in der die Voraussetzungen gegeben waren um das „Ur-Bier“ zu brauen, aber die wichtigste. Daher bin ich auch nur auf diese Gegend und deren Bewohner eingegangen.

 

So. An dieser Stelle erstmal genug Geschichte. Im nächsten Teil geht es dann weiter mit dem römischen Reich und vielleicht ein wenig mehr.

 

*Header Picture by stevendepolo under CC 2.0

 

Astra Nackt – Der neue Sommertrend(?)

.. and now, for something completely different…. naja, nicht ganz. Geht ja immerhin um Bier. Astra hat für den Sommer sein Bier „Nackt“ präsentiert und passend dazu jetzt auch einen Werbespot nachgelegt.

Irgendwie sind wir uns beide unschlüssig, was wir von dem Spot halten sollen. Die Idee an sich ist ja irgendwo witzig, aber dann denkt man sich zwischendurch auch einfach nur: WTF?!

Aber seht am besten selbst:

Was genau uns Astra jetzt mit dem Spot sagen will? Ich hab keine Ahnung. Also außer, dass man Astra „Nackt“ kaufen soll vermutlich. Und dabei nackt sein sollte. Oder so…
Die Astra Kampagnen waren bisher ja schon immer recht… anders. Aber der Spot treibt das ganze jetzt noch auf die Spitze.

Oder was haltet ihr davon?

 

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Ein Besuch im Hopfenreich

Samstag Abend, nichts zu tun, warum also nicht auf ein Bier weggehen? Genau das war der Plan gestern.

Das „Hopfenreich“ ist eine von Berlins ersten reinen Craft Beer Bars, also mussten wir es natürlich einmal besuchen. Von außen ist es recht unscheinbar. Kein großes Schild über dem Eingang oder an der Fassade, nur die Aufsteller davor verraten um welche Location es sich handelt. (mehr …)

Craft Beer Map Berlin

Ihr kennt das sicher. Man ist unterwegs und plötzlich überkommt einen das Gefühl: Jetzt ein kaltes Bier. Aber es soll nicht irgendeins sein. Und es soll kalt sein.

Für Berliner und Berlin-Besucher gibt es daher drüben bei Berlin Craft Beer eine sehr schöne Karte, auf der die wichtigsten Craft Beer Spots der Stadt aufgelistet sind. Natürlich inklusive Beschreibung, genauer Adresse, usw.

Wer gerade unterwegs ist kann die Karte auch direkt via Google Maps aufrufen.

Besonders in Kreuzberg und Prenzlauer Berg steigt die Anzahl von Brauereien, Bars und Einzelhändlern die Craft Bier anbieten aktuell immer weiter – die Karte sollte man also gut im Auge behalten.

Also dann: Ran an die Bar!

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Hallo erstmal…

Tja, der erste Beitrag im ersten eigenen Blog. Ungewohnt.

Was das hier werden soll werdet Ihr euch sicher fragen. Eigentlich ganz einfach: Ein Blog. Über Bier. Rund um Bier. Also eigentlich alles, was mit Bier zu tun hat, kommt hier rein. Egal ob ein Bier-Festival wie die Biermeile ansteht, wir neue Biersorten testen oder auch einfach Infos rund ums Bier.

Doch warum das ganze? Die Idee kam schon vor längerem, da es im deutschsprachigen Raum irgendwie kaum Blogs über unser liebstes Getränk gibt. Das möchten wir hiermit ändern. Vorerst werden wir uns dabei auf Berlin konzentrieren, zumindest was die Locations angeht. An Bier werden wir natürlich alles testen, was wir hier so in die Finger bekommen, egal von wo es stammt.

 

Wer sind „wir“ eigentlich? Wir sind Hannes und Raimund, kommen aus Berlin und trinken gerne mal ein kühles Bier. Oder auch mal zwei. Die Leidenschaft zu Bier, vor allem der Vielfalt an Biersorten, kam ziemlich spontan. Irgendwann fanden wir die App Untappd, womit dann auch schon der Ehrgeiz geweckt war möglichst viele Arten, Sorten und Brauereien zu testen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel an einem Abend zu trinken und wer am ende betrunkener ist – nein, im Mittelpunkt steht der bewusste Genuss.
Was wir so trinken oder bereits getrunken haben findet Ihr natürlich auch bei Untappd: Hannes, Raimund
Wenn wir gerade mal kein Bier in der Hand haben, dann arbeiten wir wahrscheinlich. Zufälligerweise sind wir nämlich auch noch Kollegen 😉

Für uns beide ist dieser Blog eine Premiere, also Anregungen, Kritik, usw. ist gerne gesehen. Wir haben zwar bereits etwas Erfahrung beim Schreiben an sich, aber noch keinen eigenen Blog geführt.

 

Woher der Name „Hopfenmüsli“? Gute Frage. Wir haben lange überlegt. Irgendwie sollte der Name natürlich zum Thema passen. Aber einfach nur „Bierblog“? Nö. Also ging die Suche nach Synonymen los – die Hopfen- oder Gerstenkaltschale kennt jeder, Hopfentee ebenso. Das (klare) Hopfen Müsli hat es uns dann aber irgendwie angetan. Ziemlich unspannend eigentlich, oder?
Das Design des Blogs wird sich im Laufe der Zeit natürlich noch ändern, also gewöhnt euch nicht zu sehr daran. Ein Logo muss noch her, ein Favicon und generell auch etwas Farbe. Also falls zufälligerweise ein Webdesigner mitliest und Langeweile hat… 😉

 

So, jetzt machen wir uns aber an die Arbeit, schließlich wollt ihr ja Inhalte und nicht nur das nervöse Geschwafel über ein neues Projekt.

Aber eins möchten wir abschließend noch klar stellen: Wir möchten hier niemanden, insbesondere keine Minderjährigen, zum (übermäßigen) Bierkonsum verführen! Auch wenn Bier vergleichsweise wenig Alkohol enthält, sollte man es niemals übertreiben und sein Limit kennen. Also: Bier erst ab 16 und bewusst genießen! Und natürlich nach dem Bier das Auto stehen lassen.